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Das Pippi-Prinzip

Gibt es Angebote für rheumakranke Kinder, die auch Selbstbewusstsein und Ausgeglichenheit der Kinder trainieren?

Wer kennt sie nicht: Pippi Langstrumpf, das selbstbewusste Mädchen mit den Wahnsinnskräften und den wundervollen verrückten Einfällen. Stark und mutig ist sie – unabhängig und frech – doch auch verantwortungsbewusst.

Nach Pippis Eigenschaften sehnen sich eigentlich alle Kinder, besonders diejenigen, die mit der Herausforderung „chronische Erkrankung“ leben müssen. Und so arbeiten nach diesem Pippi-Prinzip auch die Kinder- und Jugendgruppen für erlebnispädagogisches oder therapeutisches Reiten in den Arbeitsgemeinschaften der Deutschen Rheuma-Liga Nordrhein-Westfalen. Zwei- bis viermal monatlich treffen sich rheumakranke Kinder, Jugendliche und ihre Geschwister in Gruppen mit höchstens sechs Teilnehmern. Was noch dazu gehört: die therapeutisch- pädagogische Leitung sowie ein bis zwei geschulte Pferde oder Ponys, die Ställe, die Natur und die anderen Tiere, die meist auf einem Reiterhof zu finden sind, wie Katzen, Kaninchen oder Hühner.

Das Umsorgen der Tiere hat bei der Reittherapie einen hohen Stellenwert. Nur artgerecht gehaltene Pferde und Ponys können mit den vielen Herausforderungen einer Gruppenstunde mit Kindern und Jugendlichen gut umgehen. Die Tiere sind Partner und Co-Therapeuten. Pferde spiegeln besonders das Innere des Menschen und nehmen seine Stimmung auf. Kommt ein Kind oder Jugendlicher voller Ärger in den Stall, begegnet ihm das Pferd mürrisch, ist es ängstlich, ist auch das Pferd unsicher. Hierdurch lernen die Teilnehmer, die eigene Gefühlslage und ihre Auswirkungen auf die Umgebung unmittelbar zu verstehen. Bei einer Übung lässt sich das Therapie-Pferd führen und verlässt sich ganz auf den Führer, ist dieser auch noch so klein. Es soll dabei über eine Wegstrecke geführt werden, auf der sich nach einigen Metern eine Plane – unbekanntes Territorium – befindet. Von selbst würde ein Pferd nie über fremden Boden gehen, mit seinem Führer wird es diesen Schritt ohne Zögern wagen. Beim Führtraining muss der Teilnehmer also innere Sicherheit in sich erkennen und darauf zurückgreifen lernen.

Die Startphase des Projekts wurde von den örtlichen Krankenkassen AOK, BKK, DAK, Barmer und IKK sowie den Sparkassen Aachen und Bielefeld unterstützt. Mit der Kinder-Rheumastiftung besteht eine Kooperation. Das Projekt wird derzeit in Aachen, Bielefeld, Detmold und Köln angeboten.

Autorin: Annelie Schütte, Rheuma-Liga Nordrhein-Westfalen, gibt gerne Auskunft über das Projekt (Telefon: 0201 8279717). Gekürzter Beitrag aus mobil-Beilage NRW.

Fragen? Eltern beraten bundesweit.Die ehrenamtlichen Rheumafoon-Beraterinnen, die selbst Mütter rheumakranker Kinder sind, werden regelmäßig geschult.
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